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  • Interaktive Stationen

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    „Kinder sollten weniger durch Worte vermittelt bekommen als vielmehr durch eigene Aktivität selbst erlernen“, so fortschrittlich brachte es Heinrich Pestalozzi bereits Ende des 18. Jahrhunderts auf den Punkt. Die interaktiven Stationen der Michelstettner Schule setzen diese Forderung in die Tat um. Zwei simple pädagogische Wahrheiten, die es wieder zu entdecken gilt, liegen den Stationen zugrunde. Erstens: Jegliches echtes Wissen wurzelt in körperlicher Erfahrung. „Selbst der abstrakteste Gedanken hat ein leibliches Fundament, errichtet aus dem Material konkreter körperlicher Erkundungen“, erläutert Dr. Gerhard Frank von explore Erlebnisproduktionen: „Und zweitens: Eine Erfahrung ist umso nachhaltiger, je mehr Staunen sie hervorruft.“
    Die interaktiven Stationen stellen den Spaß am Lernen und die Neugierde in den Mittelpunkt. Die BesucherInnen sind eingeladen zu experimentieren und im wahrsten Sinne des Wortes Hand anzulegen.

    Anti-Schwerkraft-Spiegel
    Optik besiegt Schwerkraft: Wie macht eine optische Täuschung aus einer halben wieder eine ganze Person?
    Eine Person stellt sich seitlich des Anti-Schwerkraft-Spiegels, so dass die Spiegelfläche genau in der Körpermitte liegt. Nun hebt sie den vor der Spiegelfläche befindlichen Fuß vom Boden ab. Gegenüberstehende sehen die ganze Person, jetzt aber schwebend. Besonders Geübte schaffen es sogar, den Spiegel hoch zu krabbeln – zumindest in der Wahrnehmung der Anderen.

    Wellenmaschine
    Bei dieser Station kann man beobachten, wie sich eine Welle durch den Raum bewegt: Ein 10m langes Seil ist nahe der Decke gespannt. Zieht man einmal daran so entsteht eine Welle, die entlang des Seils zum anderen Ende des Ganges läuft. Und wieder zurückkommt, bis sie verebbt. Startet sie als Wellenberg, so läuft sie als Wellental zurück. Wenn man ein zweites Mal zieht, so treffen irgendwann zwei Wellen aufeinander und überlagern sich. Durch konstantes, rhythmisches Ziehen erzeugt man eine stehende Welle: die Wellenknoten verharren an einem Ort.

    Unendlichkeitsspiegel
    Mit nur zwei Spiegeln kann man in die Unendlichkeit sehen. Die Besucherinnen schauen durch Gucklöcher, dahinter reflektieren zwei gegenüberliegende Spiegel das Bild unendlich oft. Spiegelbild folgt auf Spiegelbild und formt einen Tunnel in die Unendlichkeit, ein Tunnel, der in der Wahrnehmung weit in die Wand hinein reicht. Wenn die Besucherinnen den Frontspiegel bewegen, schwankt der Lichttunnel. Manch einer fühlt sich auch von den eigenen Augenpaaren beobachtet, und das gleich mehrfach.
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